#folge31 #Kreislaufwirtschaft

Kunden drehen manchmal durch, Agenturen drehen sich im Kreis, und manchmal ist es umgekehrt. Besonders in Ausschreibungen hilft es, sich auf Grundlagen der Nachhaltigkeit zu besinnen.

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Brüssel oder die Bürokratie – was war zuerst da? Berlin! Ganz sicher Berlin, nicht das mondäne, sondern das verwaltende. Denn dort wurde die Bürokratie erfunden, die sich zum größten deutschen Exportschlager überhaupt entwickelte.

Mittlerweile begeisterte die Bürokratie Europas Staaten so sehr, dass bei vielen Themen unumstößlich an erster Stelle stand, „sie mal so richtig durchzuregulieren“.

Was nicht immer bedeutete, das Richtige zu regulieren.

Was immer stärker auf Nachhaltigkeit zutraf, ein Thema, das obendrein eine sensationelle Medienkarriere und eine große, nachgerade nachhaltige Wirkung vorweisen konnte.

Was mir und Brad MacCloud, meinem treuen MacBook Pro, aktuell richtig Kopfzerbrechen bereitete.

Das Schlimmste verhüten

Brad MacCloud vom Clan der MacClouds und ich rotierten seit Tagen, um die Ausschreibungsunterlagen zum Nachhaltigkeitsbericht eines potenziellen Neukunden, des weltweit führendsten Herstellers Deutschlands von Lötkolbenspiralständern, in den Griff zu bekommen.

Jener hatte sich heldenhaft der erst unlängst von der EU verabschiedeten und in Jahresfrist unerbittlich geltenden Berichtspflicht zur Nachhaltigkeit gestellt. Weil Kompetenz und Manpower fehlten, sollte eine Agentur das Schlimmste verhüten und von der Konzeption bis zur Veröffentlichung für den Nachhaltigkeitsbericht geradestehen.

„Manpower kann ich ja verstehen“, sagte Brad MacCloud, „aber Kompetenz?“ Er könne nicht nachvollziehen, warum deswegen ausgerechnet unsere Agentur in die engere Wahl genommen werde.

„Vorsicht!“, warnte ich. „Sonst besorge ich mir einen Lötkolben und probiere ihn an deinen Platinen aus.“ Mit nicht nachhaltigem Lötzinn. Was aber garantiert so nachhaltig sein würde wie die Ausschreibung, die wir gerade bearbeiteten.

Das Kameraauge meines MacBooks blitzte kurz auf und glomm dann still vor sich hin.

Wir hatten Wichtigeres zu tun als zu streiten.

Elf nachhaltige E-Mails

„Wer hätte je gedacht, dass der Kreislauf einmal das bestimmende Zielbild unserer Wirtschaft wird?“ fragte ich themenwechselnd. Nicht das Wachstum, das himmelstürmende, sei das alles Bestimmende, vielleicht zum Glück. Auch nicht das Wachstum, das rentable und damit geerdete.

Nein: der Kreislauf.

„Alles, was ist“, stimmte mein MacBook konziliant ein, „wird nicht vergehen, sondern der Ausgang für etwas Neues sein.“

Womit er nicht nur die Wichtigkeit des Kreislaufgedankens, sondern auch die der zu befriedigenden Bedingungen der IT-Security unseres Potenzialkunden unterstrich.

Wir erhielten nämlich vom Hersteller von Lötkolbenspiralenständern in loser, unabhängiger Reihenfolge elf E-Mails.

Erst wenn man sie ausdruckte (eine Seite Text, drei Seiten Disclaimer, doppelseitiger Druck wurde aus Gründen der Nachhaltigkeit empfohlen) und in die richtige Reihenfolge brachte, lieferten sie die nötigen Hinweise, unter welchen sicheren Links welche Formulare anzufordern, zu bestätigen, auszufüllen und schließlich zurückzusenden seien (E-Mail wurde akzeptiert), damit man auf die Plattform der Ausschreibung gelangte, um sich dann für den Pitch weiter zu qualifizieren.

„Eine E-Mail erzeugt je nach Länge und Größe der Anhänge einen durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 0,03 bis zu 26 Gramm“, klärte mich Brad ungefragt auf.

Verglichen mit den bis zu fünfeinhalb Kilogramm CO2, fuhr er fort, die ein Mensch unter Belastung pro Tag ausatmete, sei das gar nichts – weswegen er sich prinzipiell gegen den Generalverdacht ausspreche, die Digitalisierung sei ein großer, versteckter Treiber des Klimawandels.

Ich atmete tief ein und stoßweise wieder aus.

Mein Kreislauf drehte auf Hochtouren.

Nicht wegen Brads hingedrechseltem Vergleich, der selbst die Argumentationskünste eines FDP-Politikers in den Schatten stellen würde. Sondern weil ich feststellte, dass sich in dem Portal – das sich nur Sekundenbruchteile nach Abschicken unserer Antworten für uns öffnete – ein Formblatt mit 78 weiteren Fragen befand.

Das auszufüllen nicht nur der bloßen Form halber zu geschehen hatte, sondern das uns den Eintritt in alle weiteren Pitchstufen ermöglichen oder verwehren konnte. Es ging um alles – um Compliance, Diversity und Behavior.

Kinder, Sklaven und Granaten

Also machten Brad und ich uns wieder ans Werk.

„Mein Name ist Brad MacCloud vom Clan der MacClouds …“, sagte mein MacBook.

„… und es kann nur eine Antwort geben“, sagte ich.

Schon eine der ersten Fragen – nach Kinderarbeit – konnte ich guten Gewissens verneinen.

„Stopp“, sagte Brad MacCloud. „So kindisch, wie sich unsere Volontäre Lang und Länger benehmen, muss man die Frage mit ‚ja‘ beantworten.“

„Aber doch nicht in einem Pitch-Portal!“, versuchte ich mein MacBook zu überzeugen. Oder wolle er etwa auch behaupten, dass, mit Blick auf die nächste Frage, wir Sklaven einsetzen würden?

Brad überlegte nur kurz.

„Agenturarbeit, Sklavenarbeit, der Unterschied ist gering“, sagte er. Mit freier Wahl der Arbeit und des Arbeitsorts habe das nichts zu tun, auch nichts mit freien Zeiten und Selbstbestimmung, von angemessener Entlohnung, wenn überhaupt, ganz zu schweigen. Selbst der EmmDee sage oft, er sei ein Unfreier, der Knute des Kunden unterworfen, und wenn er so dürfe, wie er eigentlich wolle, ja dann, dann könne er auch anders.

Der EmmDee solle sich nicht so haben, sagte ich. Schließlich zwinge ihn niemand mit vorgehaltener Knarre, diesen Job zu tun.

Womit ich auch schon zur nächsten Frage gesprungen war, der nach Waffen und gefährlichen Stoffen im Unternehmen. Was ich beides getrost verneinen konnte.

Besser: wollte.

„Stopp“, bremste Brad. „Sagtest Du nicht erst neulich, Lila Stiefelchen sei eine echte Granate?“

„Nein, nein“, antwortete ich schnell, „da hast Du etwas völlig falsch verstanden.“

Nur ungern ließ ich mich an die drei mehrstündigen Sitzungen bei unserer Diversity-Beauftragten erinnern. Die zum Ziel hatten, mein Urteil über Kolleg*innen künftig ausschließlich auf deren fachliche Qualifikationen zu beschränken.

So neinten Brad und ich uns von Frage zu Frage. Ich wollte schon Dr. No hinzuziehen, die prohibitiv veranlagte Assistentin unseres EmmDee, doch sie beschied mir mit einem klaren „Nein!“, dass sie trotz Überqualifikation an einem Mitwirken kein Interesse hatte.

Bis endlich der letzte Fragenkomplex auftauchte, der nach Geldwäsche, Unterschlagung, Vergünstigungen und Bestechlichkeit. Ein klares Nein in allen Punkten!

„Stopp!!!“, sagte Brad erneut. „Wie war das denn mit den Tickets für Tosca?“

„NEINEINNEIN“, wehrte ich ab. „Und nochmals NEIN!“

Die Karten waren eine opferbereite Offerte für einen Opernbesuch gewesen, eine gut gemeinte Gefälligkeit für jemanden mit Gefallen an guter Musik. Was konnte ich bitte dafür, wenn die Einkäuferin meine Aufmerksamkeit in den falschen Hals bekommen hatte?

Die letzte Hürde

Schließlich hatten wir alle 78 inquisitorischen Fragen mit „Nein“ beantwortet, auch jene, die allerletzte, ob wir wirklich an unseren zeitlich und örtlich uneingeschränkten Urheber- und Nutzungsrechten für alle Konzepte und Medien in allen Ausführungen usw. usf. festhalten wollten.

Da öffnete sich ein neues Fenster.

Es war die letzte Hürde. Eine Bildschirm füllende.

Vor uns lag die unendliche Weite einer Excel-Liste, aufgespannt zwischen Spalten bis ZZZ und 1.955 Zeilen. Mit Zahlensenken und Formelbergen, mit Rekursionen und Linearitäten, mit farbigen Flächen und zu füllenden Feldern.

Die nur darauf warteten, unsere Kalkulation aufzunehmen, für ein Konzept, das wir noch nicht entwickelt hatten, aber die dem Einkauf des Herstellers von Lötkolbenspiralständern als Richtschnur dienen würde zu entscheiden, ob es sich überhaupt rentieren würde – also für den Einkauf rentieren, nicht für uns – in eine Konzeptionsphase mit uns einzusteigen.

„Das erinnert mich doch an …”, grübelte Brad.

„Oder an …“, überlegte ich.

„Ja, genau. Mit einem bisschen von …“, sagte Brad.

„Könnten wir nicht …?“, fragte ich.

Klar, können wir“, sagte Brad. „Machen wir.“

„Copy and paste, no waste“, zitierte ich die alte Agenturweisheit.

So recycelten Brad MacCloud und ich Konzepte und Kalkulationen aus vielen Pitches der vergangenen fünf Jahre. Bei uns ging schließlich nichts verloren, na ja, fast nichts, keine Idee, kein Bild, keine Headline, keine Zahl, keine Kostenvoranschläge. Alles wartete darauf wiederentdeckt und wiederverwendet zu werden, mehr oder weniger geordnet und durch kryptische Dateinamen bestens geschützt, auf den Server*innen unserer Speicherfarmen.

Das Agenturleben ist eben das absolute Vorbild einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft. Effizient obendrein: Die Excel-Liste war in Windeseile befüllt.

Den Reporting-Regularien des weltweit führendsten Herstellers Deutschlands von Lötkolbenspiralständern hatten wir auf jeden Fall genüge getan.

Vielleicht auch seinen Bemühungen um Nachhaltigkeit.


Buddy Müller schwört jeden Eid, dass er für die Episoden in seinem Blog keine zurückgestellten oder halb gebrauchten Textpassagen recyclet.

Nur die Wirklichkeit wird wiederaufbereitet.


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Veröffentlicht von Buddy Müller

Senior Project Supervisor bei der weltweit führendsten Content-Marketing-Agentur Deutschlands.

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  1. Avatar von Michaelscholz
  2. Avatar von Dr. Nerd
  3. Avatar von Buddy Müller

5 Comments

    1. Mein lieber Charles,
      gestatte, dass ich Dein alter ego anspreche, und mich bei ihm für das dicke, dicke Lob bedanke.
      Dabei bist Du selbst ein geschickter Wortkünstler, der, wie ich sicher bin, in seinem Arbeitsleben auch noch viele Anregungen finden würde, und nicht nur anrüchige.
      Was mich im übrigen darauf bringt, ob es nicht Teil einer Verhandlungstaktik sein könnte, den Herrn / die Dame vom Einkauf zuerst auf ein Chili con / sin Carne einzuladen, mit Salat und Fruchtsaftgetränk natürlich, um den nötigen Druck zu erzeugen, von Forderungen nach Preisnachlässen abzusehen …
      Wir lesen uns wieder! Beste Grüße
      Buddy

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  1. Hallo lieber Buddy,
    welch geniales Wortspiel: Kreislaufwirtschaft anstatt Wirtschaftskreislauf – das ist ganz großes Texter-Kino. Auch das „rezyklieren“ im Beitragbild hat etwas gewaltiges, imposantes – obwohl es sich mir lautmalerisch etwas zu nah an Rektal und Klistier anlehnt – was aber manchmal im Sinne eines – zusammengebrochenem – Kreislaufs (wobei hier nicht der Wirschaftskreislauf gemeint ist) auch noch sinngemäß erscheint. Je nach Wirtschaft (in einigen Bereichen wird die Gastronomie ja so bezeichnet) ist auch das je nach Grad der verdorbenen Speisen und Ausstattung der Notaufnahme aber auch durchaus passend.
    Da fällt mir doch ein Witz aus der Examensfrage meines Medizinstudiums ein – Frage: „welches Tier hat die niedrigste Lebenserwartung?..“ Antwort: „das Kliestier – es macht PFFFT und ist im Arsch..“.. doch OK, werden wir wieder Ernst..
    Nachhaltigkeit, Ressourcen schonen, CO2-Fußabdruck und das alles ist ja supermegaduperwichtig – aber den geringsten CO2-Ausstoß schaffen wir, wenn wir gar nicht erst produzieren, sondern die erzeugten Geräte und andere Dinge – wie damals vor 20 Jahren, als es noch Fernseh-Reparaturwerkstätten gab – einfach mal ein paar Jahrzehnte einsetzen, anstatt jedes Jahr ein noch hipperes Modell zu kaufen, dass nur ein oder zwei unwichtige Features mehr hat, aber dafür dann gleich das Doppelte kostet.
    Ich mache das jetzt nämlich so, DENN ICH WILL WAS FÜR DEN PLANETEN TUN UND RESSOURCEN SCHONEN!!- ich bin fast völlig geheilt von meinem Technik-Nerdismus: mein aktuelles Smartphone wird mich die nächsten 3 bis sagen wir 5 Jahre begleiten, wo ich sonst in einem Jahr auch schon mal 2 oder 3 Handys konsumiert habe (okay, das hat jetzt weniger damit zu tun, dass ich Ressourcen schonen will, sondern dass ich glaube, dass wir an einem Punkt der Technik angelangt sind, wo sich der gehörige finanzielle Aderlass bei den nur noch marginalen Verbesserungen pro Modell nicht mehr schönreden lassen). Aber wie man das ja auch von den Politikern kennt, werden imer tolle, der Allgemeinheit dienliche Gründe in den Ring geworfen, obwohl in Wahrheit die Gründe gänzlich anderer Natur sind (eh ja.. es geht um Kohle – so ein verdammtes ZBook, was ich kaufen will, kostet ja auch mal eben 3.000 € – da muss das doofe Handy mal fast ein ganzes Jahr halten – und Mist, ich habe wieder den Euro-Jackpot nicht geknackt..)
    Ich hoffe, dass die Äußerung von Brad zum CO2 Ausstoß des Homo Sapiens nicht irgendeine auf Krawall gebürstete KI auf dumme Gedanken bringt: Die PETA hatte ja schon mal so eine komische Idee, weil Männer mehr CO2 erzeugen als Frauen, eine CO2-Steuer bei Männern einzuführen. guckst Du: https://www.trendingtopics.eu/peta-fordert-sexverbot-fuer-fleischessende-maenner-hohe-co2-emissionen-durch-konsum/
    Nur Geld rettet das Klima – und diesen Planeten – nicht. Da bedarf es schon radikalere Lösungsansätze, wie Skynet und den Terminator.. I’LL BE BACK!! Denken wir logisch: 5 Kilogramm CO2/Tag bei 8 Millarden Menschen – wenn wir weg wären, hätten wir das CO2 – Problem, das Klima-Problem und auch das Problem, dass die Menschheit zu 99% immer noch Frohnarbeit leistet (einige nur besser bezahlt) sofort und auf lange Sicht gelöst. Keine Menschen – keine Probleme!
    Aber wir sind ja auf einem guten Weg – also nicht mit der CO2 Einsparung – sondern mit der Auslöschung der Menschheit, aber da geht noch was..
    Bleib gesund mein Lieber und drucke ruhig alle emails aus – kommt echt nicht mehr drauf an.. 😉
    CU
    P.

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    1. Mein lieber Dr. Nerd,
      meine Französischlehrerin bemühte sich stets, die Herkunft von Worten zu erklären. Deine Interpretation von „rezyklieren“ hätte sie tot umfallen lassen. Aber das hat sie ja schon hinter sich. Dabei kennst Du Dich doch mit dem Zyklus aus, alter Frauenversteher, wie Du erst neulich hier bewiesen hast: https://www.nerd-o-mania.de/wordpress/2023/05/21/samsung-galaxy-watch5-temperaturmessung/
      Je nun. Das zweite heiße Eisen ist sicher der die Frage, wie es der Erde wohl ohne Menschen gehen würde. Acht Milliarden von uns gibt – als ich klein war, hat man mir drei beigebracht, und dass bei fünf Milliarden Schluss ist, nicht nur mit Rente und Versorgungssicherheit. Mein geschätztes MacBook Brad MacCloud rechnet manchmal Szenarien durch, wenn ihn das Arbeiten mit mir langweilt. Erst neulich hat er die Wanderbewegungen von rund drei Milliarden Menschen simuliert, die vor dem ansteigendenden Wasserpegel fliehen. Indische Dialekte, sagte er, der alte Zyniker, müsse ich nicht lernen, da der Himalaya eine überwindbare Hürde darstelle. Aber Holländisch, Französisch und Italienisch als mitteldeutsche Sprachen – das hat Zukunft.
      Schaunmermal, was wird. Und tun wir unser Bestes. Zum Beispiel Handy fünf Jahre nutzen. Und Rechner sieben. Wobei, Brad MacCloud würde ich scchon gerne manchmal weggeben.
      Bleib stark und zuversichtlich, beste Grüße!
      Buddy

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      1. Hallöle mein Bester..
        Wenn uns unsere europäischen Nachbarländer mit Meereszugang auf die Pelle rücken, kommt vielleicht wieder die Sprache „Esperanto“ zu neuen Ehren. ĉu tio ne estus bonega? Ach, das hört sich doch schon sexy an..
        Und ja, das Thema KI wird uns immer mehr beschäftigen müssen – schon aus Selbstschutz. Vor wenigen Jahren waren die Rechner nur so clever wie die Programmierer, die davor saßen – jetzt haben Sie sich verselbstständigt. Ich hatte da letztens mal die Bilder-KI DALL-E ausprobiert: Genial – aber auch erschreckend!
        Dass sich auch die Captcha-Rätsel nun verändern um einen Menschen von der KI unterscheiden zu können ist dir vielleicht auch schon aufgefallen? Manche sind so schwer, dass ich die selber kaum lösen kann.
        Ich fürchte in dem Tempo, wie das deep learning bei den KIs weitergeht wird irgendwann der Mensch daran erkannt, dass er die Captchas nicht lösen kann – sozusagen durch seine Blödheit als Homo Sapiens erkannt wird, und dadurch Zugang zu vertraulichem Inhalt bekommt.
        Dass der Mensch (also nicht alle – ich klammere mal uns beide und noch ein paar weitere aus) im Grunde ein Vollidiot ist, der nur auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, macht die Sicht auf die Zukunft nicht rosiger.
        Aber ich bin da pragmatisch: ich wohne in der 2. Etage – da kann ich in 20-30 Jahren (falls mein Herzschrittmacher nicht vorher schlapp macht) aus dem Balkon einen schönen Bootsanlegeplatz machen..
        Wir lesen uns.. 😉
        CU
        P.

        Gefällt 1 Person

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